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Bezwinger der Schwellenangst

In vielen Unternehmen schlummern beträchtliche Einsparpotenziale bei Energie- und Ressourcenverbrauch. Die TEMA-Stiftung aus Köln gibt Anstöße zum betrieblichen Umweltschutz – und hat dafür erstmals gezielt die türkischstämmigen Unternehmer in den Blick genommen. Die „Schwellenangst“ ist meist schnell überwunden.

Effizienzpotenziale erkennen, Maßnahmen entwickeln, umsetzen: Umwelt- und Energiemanagementsysteme befähigen Unternehmen sich systematisch zu verbessern. Doch auch 20 Jahre nach ihrer Entwicklung sind immer noch zu wenig Unternehmer hier aktiv. Das Projekt „Enerji Dolu“ (türkisch für „Voller Energie“) will helfen, diese Lücke zu schließen – und zielt dabei auf die rund 100.000 türkischstämmigen Unternehmer in Deutschland.
 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Verbreitung von Energie- und Ressourcenmanagement
  • Große Potenziale in türkischstämmigen Unternehmen
  • Ausstrahlungseffekte in die Community
  • Übertragbar in jede Region

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Foto: TEMA-Stiftung

Workshop in Berlin beim Barex e.V.



Umweltmanagement auf Zertifizierungsniveau

Angesprochen werden die Unternehmer in Zusammenarbeit mit türkischen Medien. In Workshops und Betriebsbesuchen schließt die Stiftung dann die Wissenslücken und räumt die teils noch vorhandene Skepsis aus. Große Überzeugungsarbeit ist meist nicht nötig. Ein gutes Umweltmanagement  passt zu allen Unternehmen, die langfristig denken. Die „Schwellenangst“ der Unternehmer ist in der Regel schnell überwunden.

Schritt für Schritt wird dann ein Umweltmanagementsystem entwickelt. Die TEMA-Stiftung selbst bestärkt das besondere Engagement der Unternehmer im betrieblichen Umweltschutz. Ziel ist aber immer, das Managementsystem bis zu einer „EMAS“-Zertifizierung – ein von der Europäischen Gemeinschaft initiiertes Zertifizierungssystem für das Umweltmanagement – voranzubringen.

Unternehmer verbreiten Klimaschutz-Gedanken 

Die Unternehmen tragen dadurch nicht nur selbst zum Klimaschutz bei, sie wirken auch Multiplikatoren. Sie gehen voran als gute Beispiel für andere kleine und mittlere Unternehmen  – nicht nur aus der türkischstämmige Community. Damit sorgen sie dafür, dass der Klimaschutz-Gedanke stärker in den Köpfen ihrer Mitarbeiter verankert wird und  ihr Verhalten im Arbeitsalltag beeinflusst.
 


Foto: privat

„Das Projekt Enerji Dolu verdeutlicht, wie wichtig der Dialog mit den Unternehmen über Maßnahmen zur Energieeffizienz und zu Einsparpotenzialen ist. Die meisten Unternehmen sind sich nicht bewusst, welches Potenzial in ihnen steckt und umso größer ist das Engagement nach dieser Einsicht. Dieses Projekt zeigt zudem, wie wichtig eine kultursensible Ansprache bei türkischstämmigen Unternehmen ist, um Wissen und Maßnahmen zum betrieblichen Umweltschutz nachhaltig zu verankern. “

Handan Anapa, Projektleiterin




Partner und Förderer


Partner:
  • TEMA-Stiftung für den Naturschutz
  • Barex e.V.
  • BUV – Bundesverband der Unternehmervereinigungen e.V.
Förderer:
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BmUB)