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Von der Lust zur Leistungsfähigkeit

Auch viele Einzelpersonen gestalten die Energiewende mit. Warum also nicht dort etwas anstoßen, wo Menschen viel Zeit verbringen – wie am Arbeitsplatz. Das Forschungsprojekt enEEbler untersucht Möglichkeiten und Hürden für das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen für die Energiewende. Ein Praxisleitfaden zeigt, wie das Engagement besonders gut gelingt. 

Beim Forschungsprojekt enEEbler treffen zwei Welten zusammen: Engagierte Persönlichkeiten, die sich privat bereits für Erneuerbare Energien engagieren und dies auch in ihrem Arbeitskontext tun wollen. Und Unternehmen, die nicht nur oft viel Energie verbrauchen, sondern auch große Potenziale für die Erzeugung Erneuerbarer Energie besitzen, diese sie aber aus vielerlei Gründen bisher nicht nutzen.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Inhaltliche Unterstützung für Mitarbeitergenossen-
    schaften
  • Hohes Erneuerbare Energien- und Klimaschutzpotenzial
  • Direkte Konzeptverbreitung über Leitfäden

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enEbbler

Auf Firmengeländen, von Hallendächern bis zu ungenutzten Freiflächen, liegt noch immer viel Potenzial für Erneuerbare Energien, insbesondere für die Photovoltaik. Belegschaftsgenossenschaften sind eine gute Möglichkeit – sie sind nicht nur ökonomisch sinnvoll für alle Beteiligten, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl.



Forschung zwischen privatem Engagement und unternehmerischen Möglichkeiten

Das Forschungsprojekt enEEbler setzt an dieser Schnittstelle an: Zwischen privatem Engagement und den Umsetzungsmöglichkeiten in den Unternehmen. Angesiedelt ist das Projekt an der Alanus Hochschule in Alfter, die es im Verbund mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen und den Partnern B.A.U.M. und dem Borderstep Institut durchführt. Mit Intensivfallstudien – vom Großunternehmen bis zum kleinen Umweltpionier – und bei der Betrachtung erfolgreicher wie gescheiterter Initiativen analysieren die Forscher, was das Engagement eigener Mitarbeiter für die Energiewende hemmt und was es fördert. 

Identifikation mit dem Unternehmen kann erhöht werden, Leitfaden bietet Hilfestellung

Die Ergebnisse zeigen: Wenn motivierte Mitarbeiter eigene Projekte zur Energiewende im Unternehmen anstoßen, profitieren alle: für die Mitarbeiter steigen Bindung und Identifikation mit dem Unternehmen, das Unternehmen erhält neue Entwicklungsimpulse und stärkt sein Image. Die eigene Anlage zur Erzeugung Erneuerbarer Energie ist etwas Besonderes, das Menschen jeden Tag aufs Neue motivieren kann und das gleichzeitig die Energiebilanz des Unternehmens verbessert.

Gut, dass die beiden Welten hier zusammenkommen. Denn das, was Unternehmen für die eigene Energiewende oftmals fehlt – Know-how, Zeit für Themen außerhalb des Kerngeschäfts, Kapital mit geringer Renditeerwartung – lässt sich prinzipiell auf kurzem Weg bei den eigenen Mitarbeitern beschaffen.Erste Ergebnisse flossen bereits 2014 in einen Leitfaden ein, der gemeinsam mit der Volkswagen Belegschaftsgenossenschaft für regenerative Energien e.G. herausgegeben wurde. Hier finden sich Geschäftsideen und gute Beispiele.Ein abschließender Praxisleitfaden ist zum Projektende Mitte 2016 erschienen. Er zeigt auf, welche Strukturen das Energiewende-Engagement durch Mitarbeiter fördern können, hilft Hürden zu überwinden und soll so das im Projekt nachgewiesene Potenzial – vor allem durch die hohe Motivation der Belegschaften – heben. Der Leitfaden bereitet die entwickelten Instrumente zur Förderung von Belegschafts-Energiegenossenschaften praxistauglich auf.


enEEbler

„Mitarbeiter werden immer noch oft unterschätzt. Dabei gibt es viele Menschen, die sich für die Energiewende stark machen und das auch an ihrem Arbeitsplatz tun wollen. Alle profitieren davon, wenn man ihre Initiativen besser fördert.“

Prof. Dr. Susanne Blazejewski, Projektleiterin



Partner und Förderer


Partner:
  • Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft
  • Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
  • B.A.U.M. e.V.
  • Borderstep Institut
Förderer:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF)

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