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Haus Elisabeth in Lüdenscheid: Heimspiel Energieversorgung

Das Haus Elisabeth in Lüdenscheid nutzte seine Sanierungsphase, um in ein Blockheizkraftwerk zu investieren. Nun produziert das Pflegeheim einen Teil seiner Energie selbst und zieht eine positive Bilanz: Im Jahr 2013 erzielte das Heim einen Einnahmeüberschuss von mehr als 35.000 Euro. Eine Chance, die sich auch vielen anderen Pflegeheimen bietet.

Im Alter wird vieles anders. Auch die Energienutzung – besonders in Pflegeheimen. Hier wird rund um die Uhr geheizt. Großküchen und Wäschereien produzieren hohe Spitzen im Stromverbrauch. Warum nicht einfach selbst Energie produzieren? Das fragte sich die Leitung im Pflegeheim Haus Elisabeth in Lüdenscheid.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Hohes ökonomisches Potenzial
  • Kostenersparnis für Heimbetreiber und Bewohner
  • Hohe Übertragbarkeit, da leicht nachzumachen

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Foto: Caritas Pflege und Hilfe gGmbH

Fachkundiges Personal stand der Caritas-Einrichung über den ganzen Planungsablauf zur Seite.



Gesagt, getan: Bei der Sanierung des Heims bauten die Verantwortlichen ein Blockheizkraftwerk ein. Die Anlage produziert das ganze Jahr über Wärme und Strom aus Gas für das Heim. Was nicht verbraucht wird, können die Betreiber ins Netz einspeisen und vergüten. Das zahlt sich aus: 35.000 Euro Überschuss konnte die Heimleitung durch das Kleinkraftwerk allein im Jahr 2013 einnehmen.

Chance für viele Pflegeheime, komplexe Gebäudestrukturen kein Problem

Was die Lüdenscheider können, das können auch andere. Deswegen teilt das Pflegeheim seine Erfahrungen mit anderen Interessenten. Energieeffiziente Blockheizkraftwerke kommen in Seniorenheimen noch nicht flächendeckend zum Einsatz. Viele Heimleitungen verpassen damit die Chance, Energiekosten zu sparen. Sie könnten das Geld in andere Bereiche investieren und ihre Position im Wettbewerb stärken.

Das Lüdenscheider Projekt zeigt, dass auch komplexe Gebäudestrukturen kein Hindernis sind: Die Gebäude des Pflegeheims sind teilweise bis zu 300 Meter voneinander entfernt. Mehr als 7.000 Quadratmeter belegt das Haus Elisabeth, darunter 48 Wohnungen und 75 Pflegeplätze.

Die Investition im Überblick (Stromerzeugung):

Anschaffung:                                                                            109.000 Euro

Laufende Kosten Stromproduktion (2013):

Gas zum Betrieb des BHKWs:                                                    30.960 Euro

Verwaltungskosten:                                                                       335 Euro

Instandsetzung/Wartung:                                                          5.546 Euro

Gesamt:                                                                                    36.841 Euro

Einnahmen aus der Stromproduktion (2013):

Einspeisevergütung / ersparte Netzentgelte
und KWK-Umlage (zahlt Netzbetreiber)                                    20.523 Euro

Erstattung Energiesteuer (zahlt Hauptzollamt):                         4.255 Euro

Bezugspreise des
selbst produzierten Stroms:                                                     47.957 Euro

Gesamte Einnahmen:                                                               72.735 Euro

Überschuss:                                                                             35.894 Euro
 



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