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eCOEmobil: flächendeckende E-Ladeinfrastruktur für den Kreis Coesfeld

Gerade im ländlichen Raum hemmen verschiedene Herausforderungen den Ausbau der E-Mobilität. Neben vergleichsweise langen Wegstrecken, die im Alltag zurückgelegt werden müssen, besteht hier zudem eine höhere Abhängigkeit von einem eigenen Pkw, der es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht flexibel und mobil zu sein. Während Anschaffungskosten und Reichweiten der E-Autos von der Industrie abhängig sind, können Kommunen insbesondere den Ausbau der Ladeinfrastruktur vorantreiben. Der Kreis Coesfeld leistet hier mit dem Projekt „eCOEmobil – Elektromobilität für den Kreis Coesfeld“ echte Pionierarbeit.

Im Kreis Coesfeld gab es vor dem Projektstart im Dezember 2015 25 Ladestationen für Elektroautos in einem Umkreis von 25 Kilometern um die Stadt Coesfeld. Fünf dieser Ladesäulen stehen auf Firmenparkplätzen oder in Tiefgaragen und sind somit nicht oder nur zeitlich eingeschränkt zugänglich. Die übrigen Ladesäulen werden von vier verschiedenen Anbietern mit unterschiedlichen Abrechnungs- und Tarifsystemen betrieben – was bedeutet, dass die Nutzer mehrere Verträge eingehen müssen, wenn Sie alle Ladesäulen nutzen möchten. Damit ist jedes Mal eine Anmeldegebühr verbunden und auch die Nutzung einer bestimmten Karte, um die jeweilige Ladestationen nutzen zu können.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Erster Kreis mit flächendeckender und einheitlicher Ladeinfrastruktur
  • Ladesäulen an zentralen prominenten Orten sorgen für Sichtbarkeit
  • Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

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Foto: GFC

Einweihung der E-Ladesäule in Nottuln-Darup.



Erster Kreis mit flächendeckend einheitlicher Ladeinfrastruktur

Mit dem Projekt „eCOEmobil – Elektromobilität für den Kreis Coesfeld" wird nun bundesweit im ersten Landkreis eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos mit einheitlichem Abrechnungssystem realisiert. Das Gemeinschaftsprojekt wird zusammen mit den elf kreisangehörigen Städten und Gemeinden umgesetzt, die diese Plätze für die Lademöglichkeiten zur Verfügung stellen. Die Säulen selbst werden von der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) installiert und betrieben.

Insgesamt sind bisher durch das Projekt eCOEmobil an 20 Standorten Ladesäulen errichtet worden. Die neue Ladeinfrastruktur im Kreis Coesfeld ist nicht nur innerhalb des Kreises einheitlich. Die hier entstandenen neuen Stationen sind Teil des NewMotion-Ladenetzes, das den Nutzern über 50.000 Ladestationen in Europa zur Verfügung stellt. Besonders interessant ist die über das Projekt ebenfalls anvisierte Verknüpfung mit dem Abrechnungssystem in der Stadt Münster, mit der sehr ausgeprägte Pendlerverflechtungen bestehen.

Öffentlich zugänglich und zentral gelegen

Als Standorte für die mit Ökostrom betriebenen Ladesäulen wurden ausschließlich öffentlich zugängliche Plätze, wie Parkplätze in Ortszentren gewählt, um zur Stärkung der Innenstädte beizutragen. Auch touristisch interessante Ziele und Bahnhöfe wurden mit den Säulen ausgestattet, um eine Vernetzung mit dem öffentlichen Nahverkehr zu schaffen. Im August 2016 startete das Projekt mit der Installation der ersten Ladesäule auf dem Besucherparkplatz des Kreishauses in Coesfeld und an der für den Tourismus in der Region bekannten Burg Vischering in Lüdinghausen – heute sind bereits 19 Ladesäulen in Betrieb.

Grundlage für die Zunahme der E-Auto-Nutzung

Mit dem Projekt wird die Basis dafür geschaffen, dass E-Autos für die Bürgerinnen und Bürger alltagstauglich und praktikabler werden. Damit wird dem zentralen Argument gegen den Umstieg auf ein Elektroauto – der unzureichenden Abdeckung mit Ladesäulen – entgegengewirkt.


Foto: GFC

„Der Erfolg und die Akzeptanz der Elektromobilität, als Baustein einer zukunftsweisenden und klimafreundlichen Mobilität, hängen entscheidend von einer flächendeckend ausgebauten Ladeinfrastruktur ab. Der Kreis Coesfeld versteht sich hier als Vorreiter.“

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (links im Bild) 




Partner und Förderer


Partner:
  • Kreis Coesfeld
  • 11 kreisangehörige Städte und Gemeinden