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Klimaschutzmanagement für Dörfer

In Südwestfalen bringt die Praxisstudie „Dorf ist Energie(klug)“ neue Dynamik in die Entwicklung der Bereitstellung und Nutzung Erneuerbarer Energien. Ausgewählte Dörfer erhalten Hilfestellung bei der Umsetzung ihrer Ideen. Regionale Kompetenzteams schaffen dazu die Grundlagen: Sie bringen Projektentwicklung und -management, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung voran – für ein optimales Klimaschutzmanagement.

Wie können sich bürgerschaftliches Engagement, ländliche Entwicklung und die Energiewende ergänzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Projektes, das von 2014 bis Ende 2016 läuft. „Dorf ist Energie(klug)“ ist eine Gemeinschaftsentwicklung aus zwei Projekten des regionalen Strukturförderprogramms REGIONALE 2013: „TalentE in Südwestfalen“ und „Zukunft der Dörfer in Südwestfalen“. Dörfer aus Südwestfalen konnten sich mit ihren Gemeinschaftsideen bewerben. Ausgewählt wurden Burbach-Lippe, Netphen-Sohlbach, Medebach-Dreislar, Soest-Ostönnen und Warstein-Hirschberg sowie einige Weitere durch moderierte Ideenwerkstätten qualifiziert: Freudenberg-Oberfischbach, Hilchenbach-Grund, Medebach-Referinghausen.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Neue Dynamik für Erneuerbare Energien
  • Strukturaufbau und Befähigung engagierter Akteure
  • Erfolgreiche Ideenumsetzung
  • Regionale Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit der Dörfer

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Foto: Milena Schloesser

Südwestfalen hat aufgrund seines hohen Anteils an Waldfläche, seiner topographischen Gegebenheiten sowie der bestehenden Institutionen, Unternehmen, Netzwerke und des Ehrenamtes beste Voraussetzungen für gemeinschaftliche Klimaschutzmaßnahmen. Die Verknüpfung von Energie und Klimaschutz mit der ländlichen Entwicklung schafft Synergien, die auch im kleineren Rahmen genutzt werden.



Professionelle Beratung und Unterstützung schafft unterschiedliche Klimaschutzmaßnahmen vor Ort

In den Dörfern werden Bürger nun durch das Projektmanagement der Südwestfalen Agentur, der Unterstützung aus den jeweiligen Kreishäusern, dem regionalen KlimaNetzwerker der EnergieAgentur.NRW und Experten beraten. Sie schaffen die Grundlagen: Projektentwicklung und -management, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Der Wissenstransfer zwischen den vielen unterschiedlichen Akteuren muss organisiert werden, gute Beispiele müssen verbreitet, Aktivitäten gebündelt und ehrenamtliches Engagement aktiviert werden. Es entsteht ein „Klimaschutzmanagement für Dörfer“.

Die Projektideen waren und sind vielfältig: Sie reichen von Nahwärmeprojekten, einem Energieverein, der sein eigenes E-Dorf-Auto betreibt, Gebäude-Sanierungskampagnen über Kleinwasserkraftanlagen und E-Bike-Ladestationen bis zu sozialen Innovationen wie Klima-Coaches oder Kinder- und Jugendbildungsmaßnahmen. Vor allem bürgerschaftliches Engagement und deren Unterstützung bei der Projektierung nimmt die Praxisstudie in den Blick.

Projekt macht Erfahrungen transparent, Vernetzung der Akteure vor Ort verbessert

Viele Ideen sind bereits erfolgreich umgesetzt oder erprobt. Auch Maßnahmen mit längerem Planungsvorlauf stehen inzwischen vor der Umsetzung – z. B. die energetische Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses und die Wasserkraftnutzung in Sohlbach oder die „KlimaKids“ in Oberfischbach.

Durch die regionale Wertschöpfung und Teilhabe bieten sich nicht nur wirtschaftliche Chancen für die teilnehmenden Dörfer. Das Projekt hat die Vernetzung der unterstützenden Akteure und Organisationen verbessert. Darüber hinaus macht das Projekt seine Erfahrungen transparent, damit andere Dörfer in Südwestfalen und NRW davon lernen können: Am Projekt-Ende wird ein Selbstevaluationstool als Leitfaden für alle Akteure und Interessierte, die ehrenamtliche Projekte planen und begleiten, zur Verfügung stehen. Zudem wird der Gesamtprozess wissenschaftlich begleitet und evaluiert.


Foto: Südwestfalen Agentur

„Für den Erfolg von Energie-, Mobilitäts- wende und der aktiven Gestaltung des Klimaschutzes ist insbesondere eine gesellschaftliche Akzeptanz, Beteiligung und vor allem das Bewusstsein über das eigene Verhalten ausschlaggebend. Wir zeigen Potenziale auf, schaffen Beispiele, vernetzen die Angebote und Akteure – so unterstützen wir direkt vor Ort.“

Lars Ole Daub, Projektleiter



Partner und Förderer


Partner:
  • Südwestfalen Agentur
  • Die 5 Kreise in Südwestfalen
  • Volksbanken in Südwestfalen
  • EnergieAgentur.NRW
  • Verbraucherzentrale NRW
Förderer:
  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV)
  • Andere Förderung
  • Andere Förderung

Weiterführende Links & Downloads