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DoNaPart

Nachhaltige Quartiersentwicklung durch Bürgerbeteiligung

In städtischen Ballungsräumen entsteht ein erheblicher Teil der schädlichen CO2-Emissionen. So stehen im Forschungsprojekt DoNaPart (kurz für: Dortmund. Nachhaltig. Partizipation) die Lebensstile der Bürgerinnen und Bürger im Fokus, denn das hier liegende Klimaschutzpotenzial ist besonders hoch. Mit der Erprobung und Untersuchung verschiedener Ansätze für Empowerment und Partizipation leistet DoNaPart einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhöhung der Lebensqualität in den Dortmunder Stadtteilen Westerfilde und Bodelschwingh.

Mittels praktischer Projekte klimafreundliches, nachhaltiges und ressourcenschonendes Verhalten fördern – das ist das Ziel des von Prof. Marcel Hunecke an der Fachhochschule Dortmund koordinierten Projektes „DoNaPart – Psychologisches und Kommunales Empowerment durch Partizipation im nachhaltigen Städtebau“. Dabei untersucht das Projekt, das gemeinsam mit dem Wuppertal Institut, dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und dem Projekt Nordwärts der Stadt Dortmund durchgeführt wird, inwiefern performative Beteiligungsansätze und -projekte einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz und nachhaltigen Städtebau leisten können. DoNaPart richtet sich dafür mit Aktionen und Projekten wie einem Tausch- und Bücherschrank, einem Freifunk-Netzwerk, einer offenen Fahrrad-Werkstatt und eine Energiespar-Wettbewerb an die Quartiersbewohner und -bewohnerinnen der Stadtteile Bodelschwingh und Westerfilde.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Nachhaltigkeit als partizipatives Projekt führt zu Lebensqualität und Ermächtigung
  • Akzeptanz für klimabezogene Maßnahmen
  • Forschung im Reallabor Stadtteil
  • Handlungsempfehlungen für Kommunen, Politik und Zivilgesellschaft

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Foto: Projekt DoNaPart

Das Projekt DoNaPart präsentiert sich auf lokalen Veranstaltungen im Projektgebiet und stellt Ideen vor, wie hier auf dem Sommerfest in Dortmund Westerfilde. Die Bürgerinnen und Bürger sind zum mitgestalten eingeladen: wie wäre es mit einem Lastenrad für den Stadtteil?



Zu mehr Klimaschutz bestärken

Dabei sollen insbesondere die Eigenverantwortung und die Selbstorganisationsfähigkeit (Empowerment) der Bürgerinnen und Bürger und der lokalen Akteure gestärkt werden, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Im Quartier wurde ein temporäres Projektbüro eingerichtet, in dem das Projektteam zwei Mal die Woche präsent ist. Die Quartiersbevölkerung wurde in vielen Aktionen einbezogen, etwa bei Fahrradflohmärkten und Pflanzaktionen im Bürgergarten. Die besondere Herausforderung der Umsetzung dieser Maßnahmen ist es, über die passive Akzeptanz in der Bevölkerung hinaus zu gehen und die Menschen zum Engagement für eine nachhaltige Entwicklung zu aktivieren. Die Verfahren, mit denen die Bürgerinnen und Bürger dabei einbezogen werden, evaluiert das Projektteam in mehrstufigen Verfahren hinsichtlich ihres Erfolges und ihrer Anschlussfähigkeit für unterschiediche Zielgruppen.

Ansätze für mehr Bürgerbeteiligung

Für die Ansprache der Quartiersbewohner greift das Projekt auf interdisziplinäre und innovative Ansätze zurück. Unter anderem wurde auf den Mangel an überdachten Bushäuschen im Quartier reagiert und die Intervention „Bushäuschen für einen Tag“ durchgeführt. In Zusammenarbeit einer lokalen Kindertagesstätte wurden Kinder zu „Stromspardetektiven“ ausgebildet. Im Eingangsbereich des Projektbüros wurde ein Tauschschrank aufgestellt. Insgesamt sollen die Mitmachaktionen sollten eine längerfristige Perspektive haben und das Gemeinschaftsgefühl fördern. Insgesamt wurden 12 Aktionen in den Handlungsfeldern Energie, Mobilität und Konsum durchgeführt.

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Foto: Projekt DoNaPart

„DoNaPart soll Bürgerinnen und Bürger dazu befähigen, sich an der Gestaltung ihres Stadtteils zu beteiligen, um durch gemeinschaftliches Handeln die Lebensqualität vor Ort zu verbessern“

Florian Keppler, Stadt Dortmund / Nordwärts




Partner und Förderer


Förderer:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung