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Die Sandwichlösung: Leichte Dämmung für die Gebäudesanierung

Gebäude stehen für zirka 30 Prozent der Treibhausgasemissionen und 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland. Die Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden ist deshalb ein Schlüsselelement der Energiewende. Laut dena ließen sich deutschlandweit jährlich 108 Millionen Tonnen CO2 durch Wärmedämmung einsparen. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, muss daher ein Großteil des Gebäudebestands energetisch saniert werden. Die Innovationsabteilung von Evonik in Marl hat ein effizientes und schlankes Isolationspaneel mit Sandwichstruktur entwickelt, das mit wenig Umbauaufwand leicht einen Passivhausstandard ermöglicht.

Das sandwichartige Paneel besteht aus einer Bekleidung aus Plexiglas® Mineral auf der Außen- und wahlweise Innenseite, dem Dämmmaterial CALOSTAT® und einer Vakuumisolationsschicht. CALOSTAT® ist ein von Evonik speziell für den Bausektor entwickeltes Dämmmaterial auf der Basis von Siliziumdioxid. 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparungen von 29 t CO2 p.a. bei Pilotgebäude
  • Dämmung und Brandschutz in Einem
  • Ökologisch unbedenkliches mineralisches Oxid als Basismaterial
  • 12 cm Paneel reicht aus für Passivhausstandard
  • Spezielle Porenstruktur ermöglicht gleichmäßige Temperatur im Sommer wie Winter
  • Besonders einfache Anbringung reduziert Umbauzeiten

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Foto: Evonik Resource Efficiency GmbH

Das erste mit dem Sandwich-Paneel ausgestattete Referenzobjekt steht in Rheinfelden in der Schweiz. Es spart durch die neue Verkleidung ca. 30 Tonnen CO2 pro Jahr ein.



Siliziumdioxid ist nicht brennbar und erfüllt damit die hohen Brandschutzanforderungen, die auch bei der energetischen Sanierung bedacht werden müssen. Es kommt daher auch in anderen Produkten zum Einsatz, so zum Beispiel als Dämmstoff in einem Niedertemperatur-Flächenheizsystem (siehe Bildergalerie). Mit der Oberfläche aus Plexiglas® können das Design und die Farbe flexibel angepasst und der Schallschutz optimiert werden. Im Vergleich zu konventionellen mineralischen Dämmstoffen kann mit CALOSTAT® 50 Prozent Dämmstärke eingespart werden, so dass ein zwölf Zentimeter dünnes Paneel ausreicht, um Passivhausstandard zu erreichen.

Pilotgebäude spart 29 Tonnen CO2 ein

In einem Pilotprojekt wurde ein Büro- und Verwaltungsgebäude in Rheinfelden in der Schweiz saniert. Die Energieeinsparung beträgt unter Berücksichtigung der neu eingebauten Dreifachverglasung 200.000 Kilowattstunden pro Jahr. Allein über die Fassade können 143.000 Kilowattstunden pro Jahr und 29 Tonnen CO2 eingespart werden. Die Markteinführung ist mit der Vorstellung des Produktes auf der Messe „Bau 2015“ und der Fertigstellung des Referenzobjektes vollzogen. Ein besonderer Vorteil dieses Paneels ist der sommerliche Wärmeschutz: Das Material ist sehr feinporig, so dass in den Poren fast keine Luftbewegung stattfindet. Das wiederum heißt, dass die Isolation nahezu temperaturunabhängig erfolgt, die Räume bleiben im Winter wie im Sommer gleichmäßig isoliert.

Einfache Anbringung schont Nerven und Geldbeutel

Die einfache Anbringung reduziert die Bauzeit und schont die Nerven aller Beteiligten. Durch die Verringerung des Sanierungsvolumens bei maximaler Nutzung der Bestandselemente sowie unter Beibehaltung der ursprünglichen Gebäudegeometrie werden auch Ressourcen und Umwelt maßgeblich geschont. Das bedeutet beispielsweise, dass eine alte, aber noch gut funktionierende Unterkonstruktion, die in der Dimensionierung auf die Dämmung abgestimmt ist, nicht verändert werden muss. Es kann aber auch bedeuten, dass bei gleichbleibend schlankem Wandaufbau ein Dachrand nicht zwangsläufig auch saniert werden muss. Oder, dass die Außenanlage eines Hauses, die bis an die Fassade heranreicht, bei gleichbleibend schlankem Fassadenaufbau nach der Sanierung, nicht verändert werden muss.

Bei der Entwicklung des Paneels wurde das Recycling schon mitgedacht: Die überwiegend mechanisch zusammengefügten Schichten können entsprechend leicht sortenrein demontiert werden, was eine optimale Voraussetzung für die Rückgewinnung und Wiederverwendung sowie das Recycling der Baustoffe ist.


Foto: Evonik

„Neuartige Dämmsystemlösungen auf Basis von Calostat® sind ein sehr gutes Beispiel für nachhaltige Gebäudesanierungen: Ein nur 12 cm dickes Sandwich-Paneel reicht aus, um den Passivhausstandard zu erreichen. Es ist als mineralisches Oxid ökologisch unbedenklich und die besonders einfache und damit kostensparende Montage ist sowohl für institutionelle als auch für private Bauherren ökonomisch attraktiv.“

Prof. Dr. Ralf Schmoll, Corporate Innovation, Evonik Industries AG



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