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Bioabfallverwertung Coesfeld: Energie aus der Biotonne

Im münsterländischen Coesfeld schont erfolgreiche Mülltrennung Klima und Geldbeutel! Aus Bioabfallvergärung gewonnenes Biogas wird direkt in das Erdgasnetz eingespeist und trägt so zur regionalen Energieversorgung bei. Gesunkene Abfallgebühren freuen besonders Coesfelds Bürgerinnen und Bürger und zeigen, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Einsparungen keine Gegensätze sind.

Im Kreis Coesfeld hat die getrennte Bioabfallsammlung bereits eine lange Tradition und resultiert deshalb in hohen Sammelquoten. Um die bisherige stoffliche Verwertung der rund 40.000 t Bioabfälle im Kreisgebiet weiter zu optimieren, wurde der Kompostierung eine Bioabfallvergärung vorgeschaltet. Die von der RETERRA West GmbH & Co. KG realisierte Anlagenkombination erlaubt eine Kaskadennutzung der Bioabfälle – eine besonders effiziente Form des Recyclings, bei der die Nährstoffe erhalten bleiben und eine vollständige Kreislaufwirtschaft ermöglicht wird.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Effiziente Kaskadennutzung von Bioabfällen
  • Jährliche Einsparung von 5.000 Tonnen CO2
  • Nachhaltige Wärmeenergie für bis zu 1.400 Haushalte
  • Musterbeispiel für kommunalen Klimaschutz
  • Gesunkene Abfallgebühren im Kreis Coesfeld

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Foto: Remondis Assets & Services GmbH & Co. KG

Die Teilstromvergärungsanlage wurde auf dem Gelände des Kompostwerks errichtet. Als Verfahren kommt die sogenannte Trockenvergärung im Pfropfenstromverfahren zum Einsatz. Ein Rührwerk dient dabei zur Stromführung und zum Austrag des gebildeten Biogases aus dem Gärmaterial.



Gasaufbereitung erhöht die Brennstoffqualität

Bei der Bioabfallvergärung entstehen rund 600 Kubikmeter Biogas pro Stunde. Dieses wird in der nahegelegenen Biogasaufbereitungsanlage der Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbh (GFC) zu Biomethan aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist. Der Methangehalt wird dabei auf Volumenanteile von rund 96 –98 Vol.-% angereichert und Störstoffe wie Schwefelwasserstoff, Wasserdampf, Ammoniak sowie Stickstoff und Sauerstoff werden abgeschieden. „In unserer Aufbereitungsanlage reinigen wir das Biogas auf eine Qualität, die im Hinblick auf den Energiegehalt und die brenntechnischen Eigenschaften von fossilem Erdgas nicht zu unterscheiden ist“, sagt GFC Geschäftsführer Stefan Bölte.

Kreislauf lässt die Kasse klingeln

Durch die konsequente Nutzung der energetischen und stofflichen Potenziale des Bioabfalles konnten die Abfallgebühren für die Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet gesenkt werden, da das produzierte Biomethan in das lokale Erdgastransportnetz eingespeist wird. Dieser klimaneutrale Ersatz für fossiles Erdgas kann jährlich etwa 5.000 Tonnen CO2 einsparen. Bis zu 1.400 Durchschnittshaushalte können so mit Wärmeenergie aus dem anfallenden Bioabfall versorgt werden. Das produzierte Bioerdgas stärkt damit auch die regionale Energiesicherheit.
 


Foto: Remondis Assets & Services GmbH & Co. KG

„Mit dem Projekt leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, sondern demonstrieren auch, dass Bioabfall eine wertvolle Ressource darstellt. Durch die Investitionen in Klimaschutz profitieren auch die Bürger durch niedrige Abfallgebühren.“

Aloys Oechtering, Geschäftsführer der RETERRA Service GmbH



Partner und Förderer


Partner:
  • RETERRA West GmbH & Co. KG
  • Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH

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