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Brennstoffzellensiedlung Bedburg: Energiewende im Einfamilienhausbau

In Bedburg entsteht eine Einfamilienhaus-Siedlung, in der ausschließlich neueste Brennstoffzellen-Geräte für die Strom- und Wärmeversorgung genutzt werden. So sollen auf den insgesamt acht Grundstücken im Vergleich zu herkömmlichen Technologien pro Jahr mindestens fünf Tonnen CO2 eingespart werden. Begleitet wird das Ganze von einem ausgeklügelten Förderkonzept.

Die erste Brennstoffzellen-Siedlung Deutschlands ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Bedburg, des Energiekonzerns RWE Power AG und des Heizsysteme-Herstellers Viessmann. Bauherren, die sich verpflichten, eine Brennstoffzelle zu installieren, können von der RWE Power AG Grundstücke in attraktiver Wohnlage kaufen. Entstehen sollen dort ab 2017 Wohnhäuser mit neuer, klimaschonender Brennstoffzellen-Technologie.

Bewerber dafür gibt es zahlreiche. Ziel des Projekts ist es, die Akzeptanz für diese Technologie, die schon heute problemlos und effizient genutzt werden kann, zu steigern. Das gesamte Projekt gehört auch zu den Starterprojekten, die in der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) koordiniert werden und den angestrebten Strukturwandel in der Region gestalten sollen.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparung von ca. 5-15 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Ausgeklügeltes Förderkonzept
  • Geringe Aufstellfläche, geräuscharmer Betrieb
  • Nutzerfreundliche und "smarte" (Fern-)Bedienung

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Foto: Raumplanung Aachen

Die zukünftige Brennstoffzellensiedlung wird aus acht Wohneinheiten bestehen. Baubeginn ist voraussichtlich 2017.



Die Brennstoffzelle: Effizient, kompakt, klimafreundlich

Die Brennstoffzelle (1 Kilowatt thermische, 750 Kilowatt elektrische Leistung) zeigt schon beim Einbau ihre Vorteile. Sie ist einfach zu installieren und beansprucht mit nur 0,65 Quadratmeter wenig Platz im Einfamilienhaus. Sie arbeitet zudem fast geräuschlos und lässt sich bequem per Smartphone oder Tablet bedienen. Überzeugend sind aber vor allem die inneren Werte dieser Technologie: Die Geräte haben im Vergleich zu konventionellen Modellen einen besonders hohen elektrischen Wirkungsgrad – die Häuser in Bedburg können so nicht nur Stromkosten einsparen, sondern auch jedes Jahr mindestens 5 Tonnen CO2. Viessmann geht bei optimaler Auslastung und Nutzung eines optionalen Speichers davon aus, dass die CO2-Belastung um bis zu 50 Prozent im Vergleich zur konventionellen Strom- und Wärmeerzeugung reduziert werden kann.

Bedenkt man, dass laut einer Studie etwa 70 Prozent der Heizkessel in Deutschland veraltet sind und ausgetauscht werden müssten, erkennt man das große Klimaschutzpotenzial dieser Technologie.

Förderung von bis zu 14.250 Euro

Passend dazu wird das Projekt auch von einem ausgeklügelten Förderkonzept begleitet. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert den Einsatz von Brennstoffzellen mit einem Investitionszuschuss. Dazu ist eine Energieberatung vorgeschrieben, die die RWE Power AG finanziell unterstützt. Zudem leistet die RWE Power AG einen Bauherrenzuschuss. Auch Viessmann fördert Bauherren, die sich für die Viessmann Brennstoffzelle entscheiden, mit Zuschüssen für das Gerät, den Transport und die Inbetriebnahme. Insgesamt kommt so ein maximaler Förderbetrag von 14.250 Euro zusammen. Das rechnet sich für die Bauherren und das Klima.


Foto: RWE Power AG

„Das gemeinsam von der Stadt Bedburg und uns angestoßene Projekt ,Brennstoffzellensiedlung in Bedburg-Jahnstraße, wurde bereits von der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) als Modellprojekt ausgezeichnet. Es freut uns sehr, dass es nun auch in die KlimaExpo.NRW aufgenommen wurde und wir damit als Partner der Region einen weiteren Beitrag für einen langfristigen Strukturwandel liefern können.“

Erik Schöddert, Leiter Bereich Umsiedlung und Flächenmanagement (GOJ) bei der RWE Power AG



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Bedburg
  • Innovationsregion rheinisches Revier (IRR)
  • RWE Power AG
  • Viessmann Werke GmbH & Co. KG
Förderer:
  • Andere Förderung
  • Andere Förderung
Beratungsstellen:
  • id-Hubrich, Düren