DE EN

Bioeconomy Science Center – Etablierung einer nachhaltigen Bioökonomie

Der Wandel von der erdölbasierten zur biobasierten Gesellschaft braucht neue und innovative Lösungswege. Diese zu entwickeln ist Ziel des Forschungsverbundes Bioeconomy Science Center (BioSC). Vier Forschungsinstitute arbeiten Hand in Hand, um markttaugliche und nachhaltige Konzepte und Lösungsansätze zu entwerfen und qualifizierte Fachleute auszubilden. Dabei wird das BioSC durch das „NRW-Strategieprojekt BioSC“ maßgeblich unterstützt.

Ob Nahrungsmittel, Rohstoffe, Chemikalien oder Treibstoffe: Nahezu alle Produkte benötigen während ihres Produktionszyklus große Mengen natürlicher oder endlicher Ressourcen. Um die damit verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren und nachhaltigere Verfahren auf Basis von Organismen und biologischen Prozessen zu entwickeln, ziehen das Forschungszentrum Jülich, die RWTH Aachen, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Forschungsverbund Bioeconomy Science Center an einem Strang.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Entwicklung von Lösungswegen für den Wandel von erdölbasierter zu biobasierter Ökonomie
  • Ausbildung hochqualifizierter Fachleute
  • Fördert Ressourceneffizienz und -einsparung

1 von 11

Foto: BioSC

Vier Forschungsinstitute arbeiten Hand in Hand, um markttaugliche und nachhaltige Konzepte zu entwerfen und qualifizierte Fachleute auszubilden. Für die Forschung an Algen wird an der HHU Düsseldorf beispielsweise ein Photobioreaktor verwendet, um die Lebensbedingungen für die Organismen kontrollieren zu können.



Forschung und Ausbildung

Das Bioeconomy Science Center ist Dachprojekt für eine Vielzahl von Forschungsvorhaben. Die Forschenden untersuchen z. B. Möglichkeiten zur Reduzierung von Düngemitteln, des Pestizideinsatzes sowie CO2- und Lachgasemissionen im landwirtschaftlichen Produktionsprozess. Auch der Anbau und produktionstechnische Einsatz nicht konventioneller Biomassen, die nicht in Konkurrenz zum Nahrungs- und Futtermittelanbau stehen, werden untersucht. Neben der Forschung ist die Ausbildung im Bereich der Bioökonomie wichtiger Bestandteil des Projekts. Dabei werden die interdisziplinäre Ausbildung und multidisziplinäre Zusammenarbeit durch die Bearbeitung von Projekten in fachübergreifenden Teams gefördert. Durch die Beleuchtung der verschiedenen Wertschöpfungsnetze und der Projektergebnisse aus verschiedenen Blickwinkeln entsteht eine ganzheitliche Betrachtung und Herangehensweise.

Vernetzung und wirtschaftliche Umsetzung

Das Bioeconomy Science Center legt großen Wert auf die Vernetzung der Teilprojekte. Es finden projektübergreifende Workshops und Jahresveranstaltungen statt, bei denen die Forschungsprojekte ihre Ergebnisse präsentieren und untereinander diskutieren können. Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit werden durch eine enge Kooperation mit Praxispartnern erprobt. Durch die Etablierung einer wissensbasierten und nachhaltigen Bioökonomie kann NRW die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen und deren Importen verringern und damit die wirtschaftliche Eigenständigkeit erhöhen.


Foto: Nick Wierckx

„Das BioSC gibt mir die Möglichkeit, meine eigenen wissenschaftlichen Ideen und Konzepte umzusetzen und dabei talentierte junge Wissenschaftler und WissenschaftleriInnen zu fördern. Besonders wichtig finde ich, dass die Projekte im Kontext der Bekämpfung aktueller Probleme, wie z. B. dem Klimawandeln, stehen. Daher liebe ich meinen Job.”

Dr. Nick Wierckx, Senior Scientist am Institute of Applied Microbiology




Partner und Förderer


Partner:
  • Bioeconomy Science Center (BioSC),
  • RWTH Aachen
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Forschungszentrum Jülich
Förderer:
  • Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF)

Weiterführende Links & Downloads