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Klimaneutraler Baubetriebshof als interkommunale Gemeinschaftslösung

In Beckum wurde 2013 ein neuer Baubetriebshof als Gemeinschaftsprojekt der Stadt und des Kreises Warendorf eröffnet. Die Zusammenlegung mehrerer Standorte in einem klimafreundlichen Neubau sorgt neben Synergieeffekten bei Arbeitsprozessen und der Ausstattung auch für eine jährliche CO2-Einsparung von 136 Tonnen.

Schon bei der gemeinsamen Planung der Stadt Beckum und des Kreises Warendorf war das Ziel klar: Der neue Baubetriebshof sollte nicht nur Arbeitsabläufe vereinfachen und optimieren, sondern auch klimaneutral werden. Dazu hat sich eine Projektgruppe auf die Suche nach Konsolidierungspotenzialen gemacht – beteiligt waren neben Bürgermeister, Landrat, Kämmerer und den Betriebsleitungen die Verantwortlichen im Umweltbereich sowie insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauhöfe. Das Ergebnis zeigt auf vorbildliche Weise, wie Ressourcenschonung und Klimaschutz erfolgreich mit einer finanziellen Entlastung der kommunalen Haushalte verbunden werden können.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Senkung der jährliche Betriebskosten um 200.000 Euro
  • Einsparung von 136 Tonnen CO2
  • Gemeinschaftslösung mit Synergieeffekten

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Foto: Hearts & Minds / Difu

Salzlager und Fahrzeughalle des neuen, klimaneutralen Baubetriebshofes der Stadt Beckum und des Kreises Warendorf.



Gut für Umwelt und Klima

Der neue Betriebshof ist bilanziell energieautark, d.h. er erzeugt mehr Energie als er benötigt – dank einer installierten Photovoltaikanlage mit einer Spitzen-Leistung von 119 Kilowatt (kW) zur Stromversorgung und einer Hackschnitzelheizung mit 126 kW Wärmeleistung zur Versorgung der Gebäude mit Wärme und Warmwasser. Der Betriebshof besitzt bisher keinen Batteriespeicher für den zu viel produzierten Solarstrom und bezieht daher bei Bedarf auch Strom aus dem Netz. Ab 2017 soll dazu voll auf Ökostrom gesetzt werden, um nochmals 25,5 Tonnen CO2 einzusparen. Schon jetzt werden im Vergleich zum Zustand vor der Zusammenlegung jährlich rund 136 Tonnen CO2 eingespart. Auch die Ressourcen werden bewusst geschont. So wird Regenwasser, das vom Dach der Gerätehalle abfließt, als Brauchwasser (beispielsweise für den Betrieb der Kehrmaschinen) verwendet und mit einem eigenen Brunnen der restliche Wasserbedarf abgedeckt.

Kostengünstig und effizient für Stadt und Kreis

Auch finanziell hat sich die Zusammenlegung für die Beteiligten gelohnt – Stadt und Kreis sparen nun jeder rund 100.000 Euro jährlich an Betriebskosten. Zudem ergeben sich Synergieeffekte – so wird zum Beispiel die Kfz-Werkstatt zusammen genutzt, Verbrauchsgüter werden gemeinsam beschafft und Maschinen des Fuhrparks ebenso untereinander ausgetauscht wie Personal. Somit schont der neue Baubetriebshof neben Ressourcen und dem Klima auch die Finanzen.


Foto: Hearts & Minds / Difu

„Die Qualifizierung ist ein wichtiges Zeichen für die bisherige Klimaschutzarbeit in Beckum und bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Es freut mich daher besonders, dass die Idee zum klimaneutralen Baubetriebshof von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Städtischen Betriebe mit initiiert wurde.

Dr. Karl-Uwe Strothmann, Bürgermeister der Stadt Beckum



Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Beckum
  • Kreis Warendorf
Förderer:
  • KfW-Bank