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Abenteuer Abfall, Erlebnis Entsorgung: Abfalllernpfad am Recyclinghof Duisburg-Nord

Die Duisburger Wirtschaftsbetriebe haben mit ihrem Bildungsprojekt einen Lernpfad geschaffen, der das Bewusstsein für den Umgang mit Ressourcen schärft und zum Ziel hat, das Verhalten der Besucher positiv zu beeinflussen. An innovativen Stationen bekommen die Besucherinnen und Besucher Informationen und Handlungsmöglichkeiten zu den Themen Müllvermeidung, Abfalltrennung und Klimaschutz vermittelt.

2014 eröffneten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg ihren Abfalllernpfad am neuen Recyclingzentrum Nord. Die Besucherzahlen nehmen seitdem kontinuierlich zu. 2017 werden es wohl erstmals über 100 Gruppen sein, die das umweltpädagogische Angebot auf dem größten und modernsten Recyclinghof Duisburgs in Anspruch nehmen.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Umfassendes Bildungsangebot nach BNE-Standards
  • Vermittlung der Abfallhierarchie und passender Handlungskompetenzen
  • Stetig steigende Besucherzahlen
  • Hohes Potenzial für Klimaschutz

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Foto: WB Duisburg

Der Abfalllernpfad am Recyclingzentrum Nord in Duisburg: ein innovatives Lernangebot mit stetig steigenden Besucherzahlen.



Blick auf die gesamte Abfallhierarchie

Ziel des Abfalllernpfades ist die Vermittlung der wichtigsten Stufen der Abfallhierarchie. Diese definiert die Rangfolge unterschiedlicher Maßnahmen im Umgang mit Abfall. An erster Stelle steht hierbei die Abfallvermeidung, gefolgt von der Mülltrennung. Letztere stellt die Grundlage für höhere Recyclingquoten dar. Abfallvermeidung und -trennung sind zudem die Maßnahmen, mit denen die Besucherinnen und Besucher im eigenen Alltag selbst einen aktiven Beitrag leisten können. Darüber hinaus erfahren sie aber auch, was in den weiteren Schritten auf dem Recyclinghof mit dem Abfall geschieht.

Lebensnahe Stationen regen zum Nachdenken und Handeln an

Das neuartige – an den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung orientierte – Angebot soll vor allem Kinder und Jugendliche informieren und motivieren. Während des dreistündigen Rundgangs werden an sechs Lernstationen lebensnah unterschiedliche Themen angesprochen. Dabei wird der gesamte Zyklus vom Kauf selbst bis zur Entsorgung am Recyclingzentrum dargestellt. Mit der Station „Tatort Müllwiese“ wird darüber hinaus die „wilde“ Müllentsorgung problematisiert und über die natürliche Abbaudauer verschiedener Produkte informiert.

An der „Müllwaage“ und der „Sortieranlage“ wird deutlich, wie wichtig die Mülltrennung für die weitere Verarbeitung auf dem Recyclinghof ist. Eine weitere Station zeigt außerdem, wie Müll genutzt werden kann, um Energie zu gewinnen. Das Informationsangebot wird durch eine Führung auf dem Recyclinghof selbst abgerundet. Der Abfalllernpfad regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern vermittelt wichtige Handlungskompetenzen für einen ressourcenärmeren Lebensstil.

Komplettes Bildungsprogramm

Für Schülergruppen erfolgt nach dem Besuch des Lernpfads eine Reflexion des Gelernten im Seminarbereich des Sozialgebäudes – das in Holzrahmenbauweise überwiegend aus recycelten oder nachwachsenden Rohstoffen in nachhaltiger, ökologischer Bauweise errichtet wurde. Die Lehrer erhalten zudem vorab umfassende Materialien. Auch themenbezogene Mal- und Bastelbögen, Spiele etc. können bestellt oder ausgeliehen werden.

Über das regelmäßige Angebot hinaus, bieten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg weitere Aktionen an. Der schön gestaltete umweltpädagogische Bereich ist eine gute Kulisse für zahlreiche Aktivitäten der Abfallberatung, wie Veranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger und einem regelmäßigen Repair Café.

Abfalllernpfad für Schulen

WBD Duisburg



Foto: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

„Der Abfalllernpfad ist ein sehr gutes Medium, um unseren Kindern und Jugendlichen die Prinzipien eines ökologisch nachhaltigen Stoffstrommanagements als Basis moderner Kreislaufwirtschaft zu vermitteln. Wir freuen uns, dass dieses neuartige Bildungsangebot mit dem Ziel der Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Abfallwiederverwertung als herausragendes Vorbild Teil der KlimaExpo.NRW geworden ist.“

Thomas Patermann, Sprecher des Vorstands der Wirtschaftsbetriebe Duisburg




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