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Auf leisen Sohlen durch die Region Köln

In der Region Köln fahren Busse auf Wasserstoffbasis: Brennstoffzellen treiben die Passagierflotten an – mit einem Stoff, der in der Chemieregion im Überfluss vorhanden ist. Die Wasserstoffbusse verursachen keine Emissionen und deutlich weniger Lärm. Neu gewonnene Ruhe für Fahrer, Fahrgäste und Anwohner.

Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) will ihre Fahrgäste bis zum Jahr 2030 emissionsfrei transportieren. Den ersten Schritt zu diesem ehrgeizigen Ziel hat sie gemeinsam mit dem Netzwerk HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland schon geschafft: Vier Linienbusse fahren inzwischen auf Wasserstoffbasis, ohne CO2-Ausstoß. 220 Tonnen des Treibhausgases spart der Verkehrsverbund dadurch jährlich ein. Und schon bald könnten es mehr werden. Denn Wasserstoff gibt es in der Region zu Hauf...

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparung von jährlich 220 t CO2
  • Senkung von Lärmbelästigung und Feinstaubemissionen
  • Teil des weltweit größten Demoprojekts für Wasserstoffbusse
  • Nutzung des Wasserstoffs aus regionaler Produktion
  • Einsatz von eigens entwickelten Wasserstoffbussen

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Foto: RVK

Die Busse des Typs van Hool sind rund 13 Meter lang, haben eine Reichweite von ca. 300 km und einen Verbrauch von 9 kg Wasserstoff auf 100 km. Die Phileas Busse sind 18,5 Meter lang, haben eine Reichweite von 250 km und benötigen rund 15 kg Wasserstoff auf 100 km.



Chemieregion mit Wasserstoff-Überschuss für 1.000 Busse

Die Region Köln beherbergt viele Chemiefirmen. Mehrere Milliarden Kubikmeter Wasserstoff fallen da jedes Jahr an, eine Milliarde davon stünde jedes Jahr als Energieträger zur Verfügung – genug für  den Betrieb von 1.000 Bussen. „Wir können den Wasserstoff für unsere Busse hier günstig einkaufen und bezüglich des Brennstoffes eine erfreuliche Wirtschaftlichkeit erzielen“, sagt Dr. Albrecht Möllman, Vorsitzender des Netzwerks HyCologne. Die Initiative verfolgt – gemeinsam mit dem RVK, den Stadtwerken Brühl und Hürth und weiteren Akteuren – das Ziel, Wasserstoff als Energieträger in der Region Köln zu fördern. „Wir wollen zeigen, dass Wasserstoffanwendungen in Zukunft wirtschaftlich sein können.“

Weniger Lärm, Feinstaub und CO2

Die ersten zwei Busse, 2011 angeschafft, waren vom Typ „Phileas“: 18 Meter lange Gelenkbusse, als erste ihrer Art von einem deutsch-niederländischen Forschungskonsortium unter Federführung vom niederländischen Unternehmen Advanced Public Transport Systems (APTS) entwickelt. Nur vier Fahrzeuge gab es davon weltweit, jeweils zwei in Köln und Amsterdam. 2014 kamen dann zwei weitere Wasserstoffbusse vom belgischen Hersteller Van Hool hinzu.

Die vier Busse sparen nicht nur CO2 ein, auch die Feinstaubbelastung wird deutlich reduziert. Da die Antriebe beider Bustypen auf Brennstoffzellen in Kombination mit Batteriespeicher und Elektromotor beruhen, wird auch der Lärmpegel deutlich gesenkt. Davon profitieren Fahrgäste, Anwohner und Busfahrer gleichermaßen.


Foto: RVK

„Unsere mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen-Hybridbusse sind eine herausragende Innovation für den schadstofffreien ÖPNV in unserer Region und ein Meilenstein auf dem Weg zu einer emissionsfreien Fahrzeugflotte. Gemeinsam mit unseren Partnern, den Stadtwerken Hürth und Brühl sowie HyCologne, leisten wir damit einen zentralen Beitrag zum Schutz von Mensch und Umwelt.“

Eugen Puderbach, Geschäftsführer des Regionalverkehr Köln GmbH
 



Partner und Förderer


Partner:
  • Regionalverkehr Köln GmbH
  • Netzwerk HyCologne
Förderer:
  • EFRE NRW
  • Land NRW