DE EN

Transformation industrieller Infrastrukturen: Die Chancen der Energiewende nutzen

Mit Strukturwandel kennt Nordrhein-Westfalen sich aus. Ob in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet oder ländlichen Regionen wie dem Sauerland – Veränderungen der Wirtschaftsstruktur bergen immer zahlreiche Herausforderungen. Mit der Energiewende kommen nochmal neue hinzu. Das Virtuelle Institut „Transformation Energiewende – NRW“, ein Verbund von derzeit zehn wissenschaftlichen Einrichtungen, analysiert die Chancen der Energiewende für den Strukturwandel in NRW.  

Das Forschungsteam setzt sich in dem Projekt „Transformation industrieller Infrastrukturen“ damit auseinander, welche Auswirkungen die Energiewende auf die Wirtschaftsstruktur in NRW hat. Weitere Fragestellungen beschäftigen sich mit dem zunehmend dezentralisierten Energiesystem.  

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Umfassende Analyse der Chancen und Risiken durch die Energiewende für NRW
  • Verknüpfte Makro-,Meso- und Mikrobetrachtung
  • Entwicklung von Transformationsszenarien und -strategien
  • Empfehlungen für Entscheider in Unternehmen und Politik

1 von 3

Foto: Virtuelles Institut „Transformation - Energiewende NRW


Drei Ebenen der Energiewende in NRW

Im Rahmen des Projektes werden drei Ebenen betrachtet: Die Makroebene untersucht die wirtschaftlichen Chancen der Energiewende für NRW. Die Forscherinnen und Forscher stellten hier fest, dass Energie als Wirtschaftsfaktor in NRW wichtiger ist als in anderen Bundesländern. Die Wertschöpfungseffekte durch die Energiewende sind in Relation zur Wirtschaftskraft allerdings noch unterdurchschnittlich.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden auf der Mesoebene für fallbezogene Analysen in besonders betroffenen Branchen und unterschiedlichen Regionen genutzt. Diese dienen dazu, das Verständnis über Verlauf und Erfolgsfaktoren für gelungene Transformationsprozesse zu erhöhen und diese bewerten zu können. Kooperationen zwischen Unternehmen verschiedener Branchen (vorzugsweise auf regionaler Ebene) stellen – so das Ergebnis – ein großes, noch nicht ausgeschöpftes Potenzial dar.

Auf der Mikroebene erarbeitet das Forscherteam wie diese Kooperationen initiiert werden können. Es wird analysiert, welche Handlungsmöglichkeiten innerhalb von Unternehmen bestehen und wie Kooperationen moderiert werden können. Untersucht wird in diesem Zusammenhang auch, welche Kooperationen zwischen Unternehmen und Politik industrielle Transformationsprozesse beschleunigen können.

Ein Transformationspfad für die Industrie

Das Projekt zeigt zukünftige Wertschöpfungspotenziale, Transformationsziele und -strategien für die Industrie in NRW anhand ausgewählter Industriebranchen auf. Besonders deutlich wird die Wichtigkeit von Kooperationen: Industrieunternehmen und kleine Unternehmen oder private Haushalte können gemeinsam energetische und ökonomische Synergieeffekte erschließen und Innovationspotenziale nutzen – auch über Branchengrenzen hinweg.

Die Abschlusspublikation des Projekts richtet sich gleichermaßen an Wissenschaft und Politik.


Foto: privat

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Fundierung der Diskussion zu den ökonomischen Implikationen der Energiewende in NRW, indem es diese auf unterschiedlichen Ebenen betrachtet: Für die Gesamtwirtschaft NRWs, für seine Regionen und für einzelne Branchen. So hilft es, die richtigen Instrumente zu finden, um mögliche negative ökonomische Folgen abzufedern.

Daniel Vallentin, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie




Partner und Förderer


Partner:
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
  • Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln (EWI)
  • Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
  • Forschungszentrum Jülich Institut für Energie- und Klimaforschung – Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEK-STE)
  • RWTH Aachen, Institute for Future Energy Consumer Needs and Behaviour (FCN)
  • Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Förderer:
  • Mercator Stiftung

Weiterführende Links & Downloads