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LANXESS: Eine Rechnung geht auf

In Krefeld betreibt LANXESS seit dem Jahr 2009 eine Lachgasreduktionsanlage (LARA), die jährlich rund 5.000 Tonnen Lachgas – ca. 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – neutralisiert. Über den Verkauf von Emissionszertifikaten, die durch die Reduktion des klimaschädlichen Lachgases nicht mehr benötigt werden, refinanziert der Chemiekonzern den Bau der Anlage von knapp zehn Millionen Euro.

Im Chemiepark Krefeld-Uerdingen steht eine Industrieanlage, die sich selbst finanziert: LANXESS hat dort eine Lachgasreduktionsanlage errichtet, die jährlich 5.000 Tonnen Lachgas neutralisiert. Das entspricht rund 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr, für die der Spezialchemie-Konzern keine Emissionszertifikate mehr vorhalten muss.  Auf diese finanziert der Konzern die zehn Millionen Euro schwere Investition: „Damit ist sowohl dem Schutz der Umwelt gedient als auch unserem unternehmerischen Interesse“, erklärt Dr. Rainier van Roessel, Vorstandsmitglied bei LANXESS.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Neutralisiert jährlich 5.000 Tonnen Lachgas
  • Spart 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr
  • Anlage über Emissionszertifikate finanziert
  • Erste industrielles „Joint-Implementation-Projekt“ in Deutschland
  • Erzeugte Wärme ins Versorgungsnetz des Chemieparks eingespeist

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Foto: LANXESS

Tonnenschwerer Klimaschutz: Die Lachgas-Reduktionsanlage am Standort Krefeld-Uerdingen neutralisiert Lachgas mit einer Äquivalenz von rund 1,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.



LANXESS nutzt Kyoto-Protokoll zur Refinanzierung der Klimaschutzbemühungen

ie Lachgasreduktionsanlage ist das erste industriell in Betrieb genommene „Joint-Implementation-Projekt“ in Deutschland. Dies ist ein im Kyoto Protokoll verankertes Instrument des Emissionshandels zwischen den Industrieländern

Ein zur Emissionsreduktion verpflichtetes Land oder Unternehmen finanziert ein Klimaschutzprojekt in einem anderen reduktionsverpflichteten Land und bekommt im Gegenzug die im Projekt erzeugte Emissionsreduktion gutgeschrieben. Auf diese Weise kann LANXESS über den Verkauf von Emissionszertifikaten, die durch die Lachgasreduktion nicht mehr benötigt werden, sein Investitionsvolumen für den Bau der Anlage refinanzieren.

Lachgas wird aufgespalten, erzeugte Wärme weiter genutzt

Mit dem Projekt steigert LANXESS die Ressourceneffizienz in seinem Produktionsprozess: In einem thermischen Prozess wird Lachgas aus dem Abgasstrom der Adipinsäureproduktion bei Temperaturen von mehr als 1.000 Grad Celsius in seine Bestandteile aufgespalten – Sauerstoff und Stickstoff. Die dabei erzeugte Wärme liefert Dampf, der zur weiteren Nutzung in das Versorgungsnetz des Chemieparks Krefeld-Uerdingen eingespeist wird. Lachgas wurde früher traditionell in der Medizin als Narkosemittel eingesetzt. Heute ist die Verbindung unter anderem als Treibgas für Lebensmittel – etwa in Sahnespendern – zugelassen.

Europäische Industrie zieht nach

Das Projekt zeigt anschaulich, wie die Industrie in Nordrhein-Westfalen zu den Reduktionszielen des Landes beitragen kann – und ihre Mitbewerber zum Mitmachen anregt: Mittlerweile haben sich viele europäische Hersteller dem Vorbild aus Krefeld-Uerdingen angeschlossen und mit Joint-Implementation-Projekten ihre Emissionen reduziert.

 



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Partner:
  • LANXESS Deutschland GmbH

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