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Grün statt Grau

Gewerbegebiete im Wandel

Dass Gewerbegebiete nicht nur trist und grau sein müssen, findet auch der Wissenschaftsladen Bonn. Der Verein untersucht mit seinen Projektpartnern, wie Gewerbegebiete zu wertvollen Bestandteilen grüner Städte werden können und zeigt, dass in Gewerbegebieten viele Maßnahmen für den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung möglich sind. In dem Modellprojekt wird erprobt, wie die nachhaltige Gestaltung von bestehenden Gewerbegebieten gelingen kann. TU Darmstadt, der Global Nature Fund, die Universität Osnabrück und die Städte Marl, Remscheid und Frankfurt führen das Projekt gemeinsam durch. Ebenfalls mit dabei als Transferstädte sind die Städte Iserlohn, Lengerich und Vreden.

Bei der Entwicklung von Grünachsen werden in vielen Städten die Gewerbegebiete außen vor gelassen. Ziel ist es, gemeinsam mit den beteiligten Kommunen und Städten, Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, um bestehende Gewerbegebiete im Sinne der Nachhaltigkeit aufzuwerten – denn gerade hier sind die Folgen des Klimawandels spürbar. Dabei gibt es ein breites Maßnahmenspektrum: Von, Baumpflanzungen, Hochbeeten, Teichen über Retentionsmulden sowie Entsiegelungen – all diese Maßnahmen tragen zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung bei. Gleichzeitig wird auch die Aufenthaltsqualität verbessert. Anwohner, Mitarbeiter und Schülerinnen und Schüler nahegelegener Schulen werden in das Projekt eingebunden. Bei ihnen wird so das Bewusstsein für den Klimawandel und die Klimafolgenanpassung geschärft.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Nachhaltige Gestaltung von bestehenden Gewerbegebieten
  • Langfristige und übertragbare Veränderungen
  • Bewusstseinsbildung bei Kommunen, Unternehmen und Anwohnern

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Foto: Wissenschaftsladen Bonn e.V.

Baumpflanzung, Entsiegelung, oder Fassadenbegrünung: Es gibt viele Möglichkeiten, um etwas für Klimaschutz und –anpassung in Gewerbegebieten zu tun – und die Kommunen im Projekt sind sehr aktiv! Hier z. B. bei der Baumpflanzung im Remscheider Gewerbegebiet Großhülsberg.



Bei der Planung von potenziellen Umgestaltungen werden alle relevanten Akteure mit eingebunden und unter der Berücksichtigung von ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten gemeinsame Lösungen erarbeitet.. Sämtliche Maßnahmen sind ergänzend zu kommunalen Konzepten zu verstehen. Unternehmen und Kommunen sollen die Gewerbegebiete gemeinsam weiter entwickeln.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Aufbau der Unternehmensnetzwerke in den Modellstädten und ihren Gewerbegebieten. Hier werden Ideen für gemeinsame Aktivitäten entwickelt, um die Gebiete beispielsweise klimagerechter zu gestalten. Um eine Übertragbarkeit zu gewährleisten und langfristige Veränderungen anzustoßen, sind die Aktivitäten der Kommunen eingebettet in Analysen, Konzeptentwicklungen und Maßnahmenempfehlungen. Den wissenschaftlichen Part übernehmen die Universität Osnabrück und die TU Darmstadt, die die nachhaltige Gestaltung der Gewerbegebiete sowie die Netzwerkstrukturen untersuchen.


Foto: Wissenschaftsladen Bonn e.V.

„Ich freue mich, dass wir in dem Projekt Forschung, Umsetzung und Verstetigung
als Gemeinschafts-
aufgabe von Wissenschaft und Kommunen angehen können und dass sich so viele Unternehmen für ihr Gewerbegebiet engagieren.“

Projektleiterin Dr. Anke Valentin, Wissenschaftsladen Bonn e.V.




Partner und Förderer


Partner:
  • Stadt Remscheid
  • Stadt Marl
  • Stadt Frankfurt
  • TU Darmstadt
  • Uni Osnabrück
  • Global Nature Fund
Förderer:
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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