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Institutsneubau GEO I der Uni Münster: Forschung und Bildung im Sinne des Klimas

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) sowie die Westfälische Wilhelms-Universität Münster haben mit dem Neubau des Gebäudes für Geowissenschaften (GEO I) ein „Green Building“ entstehen lassen. Um die hohen Anforderungen zu erfüllen, mussten die Planer die Lebenszykluskosten des Neubaus über den gesamten Nutzungszeitraum hinweg analysieren. Dabei heraus kam ein Gebäude, das die Anforderungen der damaligen EnEV 2009 deutlich unterschreitet.

Im Jahr 2008 hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Niederlassung Münster) einen Generalplaner-Wettbewerb für den Neubau des Gebäudes für Geowissenschaften (GEO I) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ausgeschrieben. Das Ziel: Bau eines „Green Buildings“. Um den damit verbundenen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, mussten die Planer das Projekt ganzheitlich und interdisziplinär angehen: Die Lebenszykluskosten des Neubaus wurden über den gesamten Nutzungszeitraum hinweg genau analysiert, um die aus ökologischer, wirtschaftlicher und architektonischer Perspektive optimale Lösung zu finden. Im Jahr 2011 fiel der Spatenstich zur zweijährigen Bauphase der klimafreundlichen Fakultät.

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Einsparung von 215 Tonnen CO2 pro Jahr
  • Berücksichtigung der Kosten für den gesamten Nutzungszeitraum
  • Gezielte Baustoffauswahl zur Schadstoff-Vermeidung
  • Vorbild für nachhaltiges Bauen durch die öffentliche Hand

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Foto: agn niederberghaus & partner gmbh / Jörg Albano Müller

Nach seiner Fertigstellung erhielt das Gebäude eine Auszeichnung in „Gold" im Bereich Bildungsbauten nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Auch als „Green Building" wurde es im Rahmen des Green Building Programms der EU-Kommission anerkannt.



Betonkernaktivierung, Ökostrom und Solarthermie, Toilettenspülung mit Regenwasser

Der Neubau unterschreitet die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) deutlich – dank einer kompakten Bauweise und optimierter Wärmedämmung.

Eine Betonkernaktivierung ermöglicht die energieeffiziente Beheizung und Kühlung der Räume. Hierzu wurden beim Bau des Gebäudes Rohrleitungen in die Decken- und Mauerflächen eingebracht, die von einer Flüssigkeit durchströmt werden können. Durch die großen Übertragungsflächen reichen im Winter auch geringe Vorlauftemperaturen, um die Räume entsprechend mit Wärme zu versorgen.

Für die Warmwasserbereitung und Heizung sorgen eine Solarthermieanlage mit einer Leistung von 35 Kilowatt sowie ein Fernwärmeanschluss. Darüber hinaus bringen eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und ein Ökostrom-Anbieter sauberen Strom ins Gebäude. Auch der Trinkwasserverbrauch wurde verbessert: Die Toiletten nutzen Regenwasser beim Spülvorgang.  


Foto: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

„Beim Neubau des geowissenschaftlichen Instituts in Münster ist es uns gelungen, die Nutzung von Energie und Ressourcen zu minimieren und gleichzeitig den Einsatz Erneuerbarer Energien zu maximieren. Wir sind stolz darauf, mit diesem Gebäude ein Vorbild für künftige Bauten des Landes NRW geschaffen zu haben.“

Markus Vieth, Leiter der Niederlassung Münster des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW



Partner und Förderer


Partner:
  • Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Münster
  • Westfälische Wilhelms-Universität
  • Öko-Zentrum NRW GmbH
Förderer:
  • Land NRW