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FlAixEnergy: Der digitale regionale Strommarkt

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist für die Verteil- und Übertragungsnetze eine Herausforderung. Sie müssen flexibel auf natürliche Fluktuationen reagieren und selbst dann Versorgungssicherheit gewährleisten, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Oft muss der Strom auch über weite Strecken transportiert werden – ein Prozess, bei dem rund sechs Prozent der Energie verloren geht. Wissenschaftler der Flexible Elektrische Netze GmbH entwickeln im Projekt FlAixEnergy, zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung, eine cloud-basierte Plattform, die es ermöglicht, Strom dort zu verbrauchen wo er auch produziert wird. Das Projekt wird beispielhaft für die Modellregion Aachen durchgeführt.

In einem ersten Schritt ermitteln die Projektbeteiligten dazu die bestehende Flexibilität industrieller Verbraucher in der Region Aachen und fassen diese über eine cloudbasierte Plattform zu einem Flexibilitätscluster zusammen. Die FlAixEnergy-Plattform synchronisiert die regionale Energienachfrage mit Anlagen der dezentralen Energieerzeugung, die in einem virtuellen Kraftwerk zusammengefasst sind.
 

Fortschrittsmotor Klimaschutz:

  • Verringerung von Leitungsverlusten durch regionalen Strommarkt
  • Reduzierung der Strombezugskosten durch Teilnahme am Strommarkt
  • Erschließung neuer Teilnehmergruppe für Strommarkt
  • Verringerung des Netzausbaus durch optimierte Nutzung von regionalem Strom
  • Erhöhung möglicher Einbindung Erneuerbarer Energien ins Stromnetz

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Foto: DFA Demonstrationsfabrik Aachen GmbH

Industrielle Verbraucher können auf einfache Art und Weise am Strommarkt teilnehmen. Durch das Bereitstellen von Flexibilitätspotenzialen haben Betriebe die Möglichkeit ihre Stromkosten zu senken. 



Diese Synchronisation erreicht FlAixEnergy dadurch, dass es die Energieflexibilität von industriellen Verbrauchern über die Plattform aggregiert und entsprechend nutzbar macht. Ist beispielsweise zu viel Strom im Netz, können Teilnehmer des Flexibilitätsclusters den überschüssigen Strom aufnehmen und so zur Netzstabilität beitragen. Die Anlagenproduktivität wird durch die Nutzung des regional erzeugten Stroms erhöht, während die Anlagen in der Vergangenheit abgeschaltet werden mussten.

Einfache Teilhabe am Strommarkt

FlAixEnergy ermöglicht es den teilnehmenden Betrieben auf einfache Art und Weise am Strommarkt teilzunehmen. Eine Ausbildung als Strombörsenmakler ist dafür nicht notwendig. Der Algorithmus der Plattform bündelt die Vielfalt der Informationen und übermittelt einfach verständliche „Stromfahrpläne“ an die Unternehmen, so dass diese frei entscheiden können, welche Flexibilitäten sie bereitstellen. Gleichzeitig haben die Betriebe die Möglichkeit, ihre Stromkosten durch das Bereitstellen von Flexibilitätspotenzialen zu senken. Das Übertragungs- und Verteilnetz wird durch die Synchronisation von Energieerzeugung und Strombedarf und über der Nutzung der Flexibilität entlastet. Auch der erforderliche Netzausbau kann durch die erhöhte Nutzung von regionalem Strom verringert werden. FlAixEnergy trägt folglich dazu bei Übertragungsverluste und CO2-Emissionen zu reduzieren.


Foto: Fotostudio Projektelf

Eine nachhaltige, sichere und bezahlbare Energieversorgung in der Zukunft - das ist unsere Vision. Die regionale Plattform für Energieflexibilität von (produzierenden) Unternehmen stellt eine ideale Lösung dar, um die Herausforderungen der steigenden Volatilität in den Versorgungsnetzen in Deutschland zu bewältigen.

Dr.-Ing. Christian Haag, Geschäftsführer Flexible Elektrische Netze FEN GmbH




Partner und Förderer


Partner:
  • Flexible Elektrische Netze FEN GmbH
  • Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e. V. an der RWTH Aachen
  • PSI Energy Markets GmbH
  • QSC AG
  • StreetScooter GmbH
  • DIN Deutsches Institut für Normung e.V.
  • PSI Metals GmbH
  • DFA Demonstrationsfabrik Aachen GmbH
  • PSI Automotive & Industry GmbH
Förderer:
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BmWi)